Gemeinsam unterwegs sein. Teamgeist spüren. Fair Play leben. Neue Gesichter treffen und jede Menge Spaß haben – genau das ist der Konfi-Cup!
Am Samstag, 21. Februar 2026, wurde der 15. Konfi-Cup der Bremischen Evangelischen Kirche angepfiffen. 13 Teams aus verschiedenen Gemeinden gingen an den Start und verwandelten die Halle des Soccer-Kings Habenhausen in einen Ort voller Energie, Begeisterung und Teamspirit. In insgesamt 41 Spielen lieferten sich die Konfis spannende und meistens faire Duelle.
Unter dem Motto „Fair Play“ stand nicht nur der sportliche Wettbewerb im Mittelpunkt, sondern auch das respektvolle Miteinander – auf und neben dem Platz.
Unsere Landesjugendpastorin Ragna Miller eröffnete den Tag mit inspirierenden Gedanken, die deutlich machten: Fair Play ist mehr als eine Spielregel – es ist eine Haltung, die wir persönlich und gesellschaftlich leben können.
Auf dem Spielfeld sorgten die Schiedsrichter:innen des Bremer Fußballverband dafür, dass es gerecht zuging. In den Spielpausen wurde angefeuert, getröstet, gelacht und diskutiert. Beim Warten auf Pommes und Nuggets entstanden neue Kontakte.
Und wenn Emotionen hochkochten, waren die Teamer:innen, das Orga- und Awareness-Team zur Stelle, vermittelten und erinnerten an das, worum es an diesem Tag ging: respektvoll miteinander umgehen.
Am Ende stand die Freude im Mittelpunkt. Bei der Siegerehrung gab es Applaus für alle: für die engagierten Schiedsrichter:innen, für das Organisations- und Awareness-Team der Evangelischen Jugend Bremen, dem Sani, allen weiteren Beteiligten und natürlich für alle Teams. Neben Urkunden und Fußbällen wurden die ersten vier Plätze mit Pokalen ausgezeichnet.
Den größten Jubel erlebte in diesem Jahr die Kirchengemeinde Oberneuland: Mit einer ihrer zwei Mannschaften sicherte sie sich den Turniersieg – und durfte neben dem Pokal auch den Wanderpokal in die Höhe stemmen.
Ein rundum gelungener Tag voller Gemeinschaft, Einsatz und viel Fairness.
Wir freuen uns schon jetzt auf den 16. Konfi-Cup im nächsten Jahr und hoffen,
dass wieder viele Gemeinden mit am Start sind!
Text: Christian Kück
Fotos: Lennart Schuchaert
Andacht KonfiCup 2026 – Landesjugendpastorin Ragna Miller
Wir stehen hier in dieser Halle,
mit Bällen, mit Trikots, mit Aufregung im Bauch.
Gleich geht’s los.
Pfiff, Anstoß, Jubel, Ärger, alles dabei.
Und bevor das passiert, halten wir kurz an.
Nur einen Moment.
So wie man manchmal im Spiel kurz stehen bleibt,
um zu merken: Wo bin ich eigentlich?
Und was mache ich hier?
Dieses Jahr fühlt sich die Welt ein bisschen an
wie ein Spiel, in dem die Regeln verrutscht sind.
Da draußen wird gefoult, ohne dass jemand pfeift.
Werden Linien verschoben, als wären sie nur mit Kreide gemalt.
Da wird geschubst, gedrängt, gelogen,
und alle tun so, als wäre das normal.
Länder überfallen andere Länder.
Mächtige Menschen halten sich nicht an Absprachen.
Regeln, die mal für alle galten,
verwalten nun die, die sie sich leisten können.
Und wir stehen da und denken:
Wie soll man da noch fair spielen?
Sollen wir auch auf das Recht des Stärkeren schielen und
zielen auf den schnellen Gewinn?
Und dann steht ihr hier.
Ihr, die heute Fußball spielt.
Ihr, die gleich rennt, kämpft, lacht,
euch Mut macht und ab und zu schimpft.
Und genau hier, in dieser Halle,
passiert etwas Wichtiges.
Etwas, das größer ist als ein Tor. Ein Pokal. Ein Sieg.
Hier gelten Regeln. Und zwar für alle.
Hier zählt Fairplay. Respekt.
Hier zählt, dass man sich anständig verhält,
auch wenn’s schwer ist.
Gerade dann.
Denn, wenn du vergisst, den anderen zu beschimpfen,
und dich verpisst, bevor es Ärger gibt,
wenn du nicht disst, nur weil jemand einen schlechten Tag hat
– dann hast du es verstanden.
Regeln sind nicht dazu da, uns klein zu machen.
Sind dazu da, dass wir zusammen spielen können.
Und dann hat niemand Angst.
Geht niemand unter.
Dann bleibt das Spiel ein Spiel,
wird nicht zum Krieg, in dem man über Leichen geht für einen Sieg.
Jesus hat mal gesagt:
„Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun,
das tut ihnen auch.“
Das ist eigentlich die kürzeste Regel der Welt.
Und die fairste. Und die schwerste.
Wenn du willst, dass man dich nicht umhaut,
dann hau du nicht um.
Wenn du willst, dass man dich sieht,
dann sieh du auch die anderen.
Wenn du willst, dass man dich respektiert,
dann fang du damit an.
Das ist Fairplay.
Auf dem Platz. Und im Leben.
Also gönnen wir uns heute ein Turnier,
bei dem die Regeln halten.
Bei dem wir gestalten, was Jesus gesagt hat.
Fairness und Respekt beginnt in uns selbst.
Gönnen wir uns ein Spiel,
das Spaß macht, weil es fair ist.
Einen Tag, an dem wir zeigen,
wie Zusammenleben geht.
Gott segne euren Mut, euren Teamgeist,
und euer faires Spiel.
Amen.

























