In der achten Klasse der Oberschule am Waller Ring war „Aufgaben von Religionsgemeinschaften“ Thema im Religionsunterricht. Darum besuchten Manuel, Mareike, Nina und Kim die Klasse in der Schule, um gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen. Nach einem interessanten Schreibgespräch darüber, ob die Kirche noch gebraucht wird, gab es ein kleines Rollenspiel. Dabei wurde eine Dienstbesprechung in einer Gemeinde dargestellt, um die verschiedenen Puzzleteile des Gemeindelebens aufzuzeigen. Diese brachten wir auch gleich mit – von Verwaltung über Politik und Seelsorge fand alles seinen Platz. Auch der Bremer Treff, welchen wir einige Tage später gemeinsam besuchten, war auf einem Puzzleteil abgebildet.
Nicht nur besuchten wir den Bremer Treff, sondern bekamen von Maximilian Müller, dem dortigen Diakon, eine Führung. Diese erstreckte sich erst durch das Gebäude selbst und anschließend als Sozialgang durch die Bremer Innenstadt. Wichtige Themen, wie Hostile Architecture (feindliche Architektur), welche es durch bspw. Armlehnen zwischen den Sitzplätzen unmöglich macht, darauf zu schlafen, kamen zur Sprache. Ebenso konnten wir uns die Johannis Oase anschauen, in welcher uns ein Ehrenamtlicher einiges über die Hygienebedingungen von Menschen auf der Straße erzählte.
Maximilian Müller berichtete uns ebenfalls über die besonders prekäre Lage von Frauen, die Wohnungs- oder Obdachlos sind. Die öffentlichen Trinkwasserbrunnen in Bremen, welche im Winter abgestellt werden, wurden am ersten Trinkwasserbrunnen Bremens thematisiert. Unsere Reise führte uns ebenfalls an der Inneren Mission, dem Café Papagei, vorbei. Dabei wurden auch Drogen angesprochen. Wieso Menschen suchtkrank werden und warum es schwierig ist, insbesondere für obdachlose Menschen, wieder aus der Sucht herauszukommen sind spannende Fragen, die uns beantwortet wurden. Der Tag endete am Bahnhofsvorplatz, an welchem wir über die Vertreibung von obdachlosen Menschen, durch bspw. Bettelverbote und Platzverweise, sprachen.






